Verein

Wie aus einem Wortspiel ein Konzept wurde

Keine Frage, als mnemon und BaDSaM zusammen saßen und über den Namen für
den schnell zu gründenden Verein sinnierten waren die Zungen locker und ein Wort
gab das andere. “KuK” klang so herrlich altmodisch und BDSM war ja das Thema.
Nach eine Weile waren auch die Bedeutungen dieser Abkürzungen gefunden.

Kunst- und Kulturförderkreis BasisDemokratischer SadoMasochisten. Was für ein hübsches Wortspiel.

Das war Ende 2007 und die sieben Gründungsmitglieder des Vereins schlossen sich
der Meinung an.

Mittlerweile, zum Jahreswechsel 2016/17 ist die Gruppe (aka Vereinsmitglieder)
auf über 130 angewachsen. Diese Menschen haben aus dem Wortspiel ein gelebtes
Konzept werden lassen. Ausgedrückte und gelebte SM-Sexualität ist manches
Mal Kunst, aber immer eine Kulturleistung. Wir haben uns in allen Aspekten – von
der Gestaltung des Hauses bis zum Vereinbaren von Regeln – basisdemokratisch
organisiert und Sadomasochisten sind wir auch.

Das ist gelegentlich mühsam und langwierig, aber am Ende wird es den Menschen
und ihren Bedürfnissen gerecht.

Warum braucht es dazu einen eingetragenen Verein?

Den Verein haben wir aus einem einzigen Grund gegründet: Rechtssicherheit
für alle. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Verein kann Verträge (wie z.B. den
Mietvertrag) abschließen, ohne dass Einzelne persönlich in der Haftung sind, er
kann Getränke ausschenken und Veranstaltungen organsieren. Gleichzeitig bietet er
seinen Mitgliedern Verbindlichkeit über gebuchte Veranstaltungen und Transparenz
über gezahlte Beiträge. Und zu guter Letzt stellt er sicher, dass niemand mit dem
Projekt Geld verdient. Der Vereinsvorstand berichtet nicht nur regelmäßig alle
Zahlen – alles Geld, das der Verein einnimmt, wird er auch wieder für Vereinszwecke
ausgeben.